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Dienstag, 2. Juli 2013

Polizeifliegerstaffel - Live

Bisher konnten wir uns unter dem Begriff "Polizeifliegerstaffel" nicht so wirklich etwas vorstellen. Die Häkelhelden, die uns vor wenigen Wochen in unserer Klasse besuchten, stellten sich ja genau als Mitglieder dieser Polizeieinheit vor. 



Ab heute wissen wir viel mehr! 

Wir besuchen nämlich unsere "Häkelhelden"  in Düsseldorf und sind fasziniert.

Aber der Reihe nach:

Pünktlich fährt unser Bus um 8:14 Uhr an der Schule los und bringt uns schnurstracks zum Krefelder Hbf. 



Die Wartezeit bis zum Eintreffen des Zuges nutzen wir schnell noch um den Fahrplan mit Abfahrts- und Ankunftszeiten zu studieren und zu erklären.




Nach ca. 1,5 Stunden erreichen wir Düsseldorf Flughafen und werden schon von den Häkelhelden am rückwärtigen Eingang des Hubschrauberhangars erwartet.
Doch so ohne Häkelmütze und im offizielle Outfit erkennen wir sie zuerst gar nicht. ;-) 


Nach einer kurzen Einweisung zum sicheren Verhalten auf dem Flughafengelände, schließlich bewegen wir uns in einer Sicherheitszone, geht es dann direkt in den Hangar. Dort beeindrucken uns auf Anhieb zwei Helikopter. Den meisten verschlägt es zunächst die Sprache. 



Mit vielen Fragen zur Technik und den Einsätzen löchern wir Carsten und Tim und erfahren so manche Details: 

  • ein Hubschrauber wiegt so viel wie 3 - 4 Autos zusammen
  • ein Hubschrauber verbraucht bis zu 240 Liter Kerosin bei einer Flugzeit von 2,5 - 4 Stunden 

Faszinierend finden wir allerdings den fest installierten Suchscheinwerfer der für die Personensuche eingesetzt wird, egal ob es sich dabei um vermisste Personen oder aber um Kriminelle handelt. Er ist so stark, dass er ein Fußballfeld ausleuchten kann. 




Ins Staunen versetzt uns auch die Spezialkamera. Mit 4 Funktionen ausgestattet (Normale Videoaufzeichnung, Infrarot (Wärmebild), Nachtsichtkamera mit Restlichtverstärker und Laserstarhl mit Geoortung) kostet sie mehr als eine halbe Million Euro! 
Das hätte niemand vermutet.

Auf dem Landeplatz erleben wir dann das ultimative Erlebnis - wir dürfen aus sicherer Nähe miterleben, wie ein Helikopter zu einem Einsatz startet!




Der Luftstrom fegt uns fast weg!!





Der Pilot meint es wirklich gut mit uns - bevor er zu seinem Einsatz weiterfliegt demonstriert er schnell noch für uns persönlich wie beweglich ein Hubschrauber in der Luft doch ist. Über der nahen Wiese gibt es die private Flugvorführung.


 





Auf der frei gewordenen Start- und Landeplattform schmeckt uns das Frühstück dann  besonders gut.


Frisch gestärkt geht´s dann zur Innenbesichtigung der Helikopter in die Halle. Einmal im richtigen Cockpit das Pilotenfeeling zu spüren - das ist schon was!!!







Draußen geht der Flugbetrieb weiter!

Leider müssen wir auch mal wieder Abschied nehmen, nicht ohne unser obligatorisches Gruppenfoto mit unseren sympathischen Häkelhelden.





Die Heimfahrt nach Krefeld mit dem Zug über Düsseldorf HBF....




(Eine Häkelmütze wird noch auf der Fahrt fertig!!!)


... wird noch mal spannend, müssen wir doch wegen Verspätung unseres Zuges innerhalb von 2 Minuten von Bahnsteig 11 nach Bahnsteig 5 wechseln, d. h. rennen, stürmen, lachen, stolpern, fast Leute umrennen!!!!!

Aber Ausflug erprobt wie wir nun mal sind, haben wir auch diese Aufgabe mit Bravour hervorragend bewältigt. 

Glücklich in Krefeld angekommen gibt´s zur Krönung dieses schönen Tages noch ein erfrischendes Eis von unserem Geburtstagskind M....

Viele weitere schöne Fotos gibt´s natürlich wieder in der Bildergalerie zu sehen.

Im Nachtrag hier noch einige schöne Fotos von unserem Nachwuchsfotografen Chris:














Donnerstag, 2. Mai 2013

Back Stage

Heute wurde endlich seitens der WZ unser Preis, den wir beim vorweihnachtlichen Kunstwettbewerb anlässlich des Theaterstückes "Ronja Räubertochter" gewonnen hatten, eingelöst!

Eine Besichtigung des Krefelder Theaters hinter den Kulissen, also Back Stage!!!

Punkt 9:00 sind wir nach einem "anstrengenden Fußmarsch" am Ziel! Nach der wohlverdienten Frühstückspause auf den Treppen des Theaters schnell noch ein Gruppenfoto!



Am Bühneneingang auf der Rückseite des Theatergebäudes empfängt uns Herr S., seines Zeichens Theaterpädagoge, und gibt eins einen ersten Überblick über unseren Rundgang.  Eindringlich beschwört er uns, alles sehr vertraulich zu behandeln, da doch viele Dinge geheim sind und wir die Illusionen künftiger Zuschauer nicht zerstören sollten! 



Auf der Nebenbühne erfahren wir, wie zerbrechlich und einfach doch die Kulissen aufgebaut sind. Was vorne z.B. wie eine stabile Mauer aussieht, entpuppt sich von hinten als dünnes Holzgestell. Klar, die Techniker wollen ja nicht immer nur Schwerstarbeit leisten. 


Schließlich betreten wir die echte Bühne! Woow! Das ist ein Erlebnis! 


Wenn man plötzlich alles komplett sieht, kommt einem der Zuschauerraum, der bis zu 700 Besucher aufnehmen kann, seltsam klein vor! Der hohe Theaterdom am hinteren Ende der Bühne, vollgestopft mit Technik aller Art,  wirkt auf uns wie ein Technikmonster aus einer anderen Welt.  
Hier werden auch die "schwebenden" Schauspieler mit ihrem Spezialkostüm, an dicken Drahtseilen eingehakt, in in 3-4 Meter Höhe über die Bühne gezogen. So gesehen in unserem besuchten Stück "Ronja Räubertochter". 
Jetzt kennen wir sogar die Technik und den Hintergrund dazu.



Sogar die Kulisse für das nächste Stück "Carmen" als Ballett, steht schon aufgebaut. 



Der Boden ist voll mit farbigen Zeichen, die den Schauspielern als Markierungen für die Positionen der Requisiten in den verschieden Akten dienen. Hier, bei Carmen, müssen die Akteure die Gestelle nämlich selbst verrücken - damit´s schneller geht.





Beeindruckend auch die komplizierte Technik!



Mac, der teuerste Scheinwerfer im ganzen Theater, wird vollelektronisch per Computer und "Joystick" ferngesteuert! Das beeindruckt natürlich alle Jungs!


Strahlende Augen selbst bei unserer Praktikantin angesichts dieses Eindrucks auf der Bühne! (Natürlich fotografiert vor einer echten Kulisse)


Nach der Bühnenbesichtigung geht´s in die Maske! Hier lernen wir alles Interessante über Perücken kennen. So erfahren wir, dass am Theater überwiegend echte Exemplare verwendet werden. 



Das Haar wird in Asien eingekauft, z.B. von Mönchen oder von Frauen  die sich damit etwas Geld verdienen wollen. Warum? - fragen wir: "Das Haar der Asiaten ist dicker und somit besser zu verarbeiten" erhalten wir als Antwort. Das leuchtet ein.

In mühevoller Arbeit wird jeder Perücke an einem speziellen Arbeitsplatz an einem "Holzkopf als Schablone hergestellt.


Wir erfahren auch, dass die ideale Berufsvoraussetzung für den Beruf der Maskenbildnerin Friseurin ist!

Ein Bühneneffekt interessiert uns dann noch alle brennend. Was nimmt man eigentlich als  "Blut", wenn "blutrünstige" Szenen gespielt werden?

Wir erfahren, dass es überhaupt nicht "Ketchup" ist, wie wir meinen. Zwei unterschiedlich dicke Flüssigkeit werden benutzt, eine für die Haut, z.B. bei "Messer- und Säbelverletzungen"; die ist dicker und läuft nicht sofort aufs Kostüm!

Die dünnere Flüssigkeit ist für die Kleidung bestimmt und verläuft so richtig toll zum großen Blutfleck. Sie wird in kleinen Beuteln verwendet und platzt leicht auf, wenn man draufschlägt! Klassische Schussverletzung also!! 


Wir erfahren auch, dass das Theaterblut nach Himbeeren schmeckt und überhaupt nicht schädlich ist, also auch im Mund benutzt werden kann - und bei einem Schuss der Knall hinter der Bühne erzeugt wird! Schreckschusspistolen kommen daher nur extrem selten zum Einsatz und werden mit höchster Vorsicht benutzt! 

Wir sind wirklich beeindruckt!

Die nächste Station ist die Gewandtmeisterei im 2. Stock, so wird die große Schneiderei bezeichnet, in der ein Team von speziell ausgebildeten Schneiderinnen die Gewänder der SchaupielerInnen entwirft und passgenau zusammennäht. 





Dort sah es ziemlich "kreativ" aus!



Schließlich geht´s ins Archiv - Pardon, in den Fundus! So nennen die Theaterleute ihr Archiv für alle Theaterrequisiten


Wir würden vielleicht Kleiderkammer sagen, aber das ist natürlich nicht richtig.



Bei der Gelegenheit sehen wir auch, wie viel Platz nötig ist um all diese Kleider, Masken, Perücken usw. zu lagern. Prompt wird uns mitgeteilt, dass in einem sehr großen unterirdischem Raum unter der Fabrik Heeder ein noch größerer Fundus mit einer riesengroßen Auswahl an Kostümen lagert.

Den Abschluss unseres Rundganges bildet die Kulissenmalerei, oder besser der Bühnenteil, in dem die aktuellen Kulissenteile lagern. Die echte Abteilung ist nämlich ausgelagert und befindet sich in Fischeln. Dort arbeiten Bühnen- und Kulissenmaler, ein spezieller Beruf! 

Diese Künstler arbeiten grundsätzlich im Stehen und verwenden nur große, lange Pinsel, wie Herr S. uns erläutert. 

Warum? 

"Sie müssen während der Arbeit immer eine große Distanz halten um das Werk einschätzen zu können", klärt uns Herr S. auf.





Dieser Besuch war nicht nur interessant sondern auch anstrengend. Nach einer kleinen Rast an der Midiathek geht´s dann auf den Heimweg, nicht ohne vorher am Krefeld-Logo des Rathauses ein Gruppenfoto zu schießen.